{"id":490,"date":"2020-02-01T17:28:54","date_gmt":"2020-02-01T16:28:54","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/?p=490"},"modified":"2020-02-05T11:12:00","modified_gmt":"2020-02-05T10:12:00","slug":"geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/2020\/02\/01\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em><span style=\"font-size: 8pt;\">Nach Beitr\u00e4gen der Kameraden Heinz B\u00fcrger und Wolfgang Michalk zusammengefasst von Kamerad Rayko Weiske<\/span><\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_74\" style=\"width: 462px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_15.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-74\" class=\"wp-image-74 size-full\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_15.jpg\" alt=\"\" width=\"452\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_15.jpg 452w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_15-300x214.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 452px) 100vw, 452px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-74\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 8pt;\"><em> Rabenau um 1930 <\/em><\/span><\/p><\/div>\n<p>Rabenau ist eine alte Stadt. Sie wurde im 12.Jahrhundert als Grenzfeste der Burggrafschaft Dohna von fr\u00e4nkischen Siedlern gegr\u00fcndet und wird als \u201cRabenowe\u201c 1235 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Bereits im 13. Jahrhundert werden der Ansiedlung, die sich auf den Ausl\u00e4ufern des Osterzgebirges zwischen 250 und 357 H\u00f6henmetern erstreckt, st\u00e4dtische Rechte verliehen. Anf\u00e4nglich widmen sich die Einwohner Land- und forstwirtschaftlichen Erwerbszweigen. Nach 1600 entwickelt die Stadt sich jedoch zu einem Zentrum des Stuhlbaues und der Holzindustrie. Die Herstellung der St\u00fchle und Gestelle erfolgte zun\u00e4chst in Handarbeit, bis 1869 die erste Stuhlfabrik auf den Grundmauern der ehemaligen Ritterburg entstand. Im Jahre 1870 ging dort in der \u201eS\u00e4chsischen Holz-Industrie-Gesellschaft die erste Dampfmaschine in Betrieb.<\/p>\n<div id=\"attachment_76\" style=\"width: 411px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_1.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-76\" class=\"wp-image-76 size-full\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_1.jpg\" alt=\"\" width=\"401\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_1.jpg 401w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_1-300x214.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-76\" class=\"wp-caption-text\"><em><span style=\"font-size: 8pt;\">Fabriktor der S\u00e4chsischen- Holz &#8211; Industrie- Gesellschaft um 1900<\/span><\/em><\/p><\/div>\n<p>Durch die rasant fortschreitende Industrialisierung des alten Handwerks und die Zunahme der Produktion in allen Rabenauer Betrieben wuchs nat\u00fcrlich die Gefahr immer gr\u00f6\u00dferen Verlustes an Eigentum durch Br\u00e4nde und Havarien. Diesen neuen Anforderungen war das alte, noch aus dem Mittelalter stammende Pflichtfeuerwehr-System nicht mehr gewachsen. Dies mag der Anlass daf\u00fcr gewesen sein, dass auf Anordnung des damaligen Fabrikdirektors August Kleinau am 1. Oktober 1875 die<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eFreiwillige Feuerwehr der S\u00e4chsischen<\/strong><br \/>\n<strong>Holz-Industrie-Gesellschaft zu Rabenau\u201c<\/strong><\/p>\n<p>gegr\u00fcndet wurde. Aus dem am 1. Dezember 1875 ver\u00f6ffentlichten Statut geht hervor:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201e\u00a71 Zweck des Corps ist, bei einem im Fabriketablissement der S\u00e4chsischen Holzindustriegesellschaft ausbrechenden Feuer durch schnelles und umsichtiges L\u00f6schen und Retten dem Umsichgreifen des Feuers m\u00f6glichst Einhalt zu tun und zur Erhaltung der bedrohten Geb\u00e4ude thunlichst beizutragen.<\/em><br \/>\n<em>Zu Mitgliedern des freiwilligen Feuerwehrcorps werden thunlichst nur Beamte und Arbeiter der S\u00e4chsischen Holzindustriegesellschaft zugelassen, w\u00fcnschen indes ausw\u00e4rtige Freiwillige diesem Corps beizutreten, so kann dies nur mit Genehmigung der Gesellschaft geschehen.<\/em><br \/>\n<em>Sollte in der Stadt Rabenau oder Umgebung Feuer ausbrechen, so bestimmt der technische Direktor oder in seiner Abwesenheit der Oberanf\u00fchrer des Corps resp. dessen Stellvertreter, ob die Mannschaft zur Feuerstelle ausr\u00fcckt\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die St\u00e4rke des Corps wurde auf 60 Personen festgelegt und erhielt einheitliche Uniformen, gute Feuerl\u00f6schger\u00e4te und eine vierr\u00e4drige Handdruckspritze. Am 7.2.1876 bekam die Wehr beim Brand der W\u00fcnschmann\u2019schen und Fritsche\u2019schen Wirtschaften ihre Feuertaufe.1878 erfolgte, nach eingehender Inspektion, die Aufnahme der Wehr in den S\u00e4chsischen Feuerwehrverband. Ab 1879 durfte die Wehr bei ausw\u00e4rtigen Br\u00e4nden die Spritze der immer noch existierenden st\u00e4dtischen Pflichtfeuerwehr mitbenutzen, die 1883 von der Stadtgemeinde durch eine neue vierr\u00e4drige Abprotzspritze mit Lafette ersetzt wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_77\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_2.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-77\" class=\"wp-image-77 size-full\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_2.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"173\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-77\" class=\"wp-caption-text\"><em><span style=\"font-size: 8pt;\">Handdruckspritze vor 1883<\/span><\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">In den Folgejahren konnte die Wehr in Technik und Ausr\u00fcstung immer weiter ausgebaut werden und wurde zu einem hoch geachteten gesellschaftlichen Faktor unserer Stadt. Welches hohe Ansehen unsere Feuerwehr in der Umgegend besa\u00df, kam in dem Auftrag zum Ausdruck, den 17. Feuerwehrtag des \u201eBezirks-Feuerwehr-Verbandes Dresden und Umgebung\u201c am 17. Juli1892 auszurichten und durchzuf\u00fchren. Interessant ist eine Bemerkung auf dem Programmzettel folgenden Inhalts:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eLaut Verbandsbeschlu\u00df ist alles Blasen auf Signalh\u00f6rnern und Hupen streng verboten. Etwaige n\u00f6thige Signale werden nur von dem Rabenauer Hornisten gegeben.\u201c<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_62\" style=\"width: 253px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_3-e1527533256685.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-62\" class=\"wp-image-62 size-full\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_3-e1527533256685.jpg\" alt=\"\" width=\"243\" height=\"287\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-62\" class=\"wp-caption-text\"><em><span style=\"font-size: 7pt;\">Erinnerungsmedallie 17. Feuerwehrtag des Bezierksfeuerwehrverbandes Dresden und Umgebung<\/span><\/em><\/p><\/div>\n<p>Die Alarmierung der Wehr erfolgte damals mittels Signalh\u00f6rnern, die vom Nachtw\u00e4chter bzw. von den Hornisten der Feuerwehr geblasen wurden. Bei Gro\u00dfbr\u00e4nden heulten auch die Dampfsirenen der Rabenauer Fabriken. 1905 erf\u00fcllte sich der Wunsch der Kompanie nach einer mechanischen Rettungsleiter. Mit dieser 13m hohen Leiter von Magirus\/Ulm besa\u00df Rabenau eine mit L\u00f6sch-u. Rettungsger\u00e4t am besten ausgestatter Wehren des ganzen Verbandes Dresden und Umgebung. Wie langlebig damalige Technik war, zeigt sich darin, dass die Leiter bis Anfang der 80er Jahre im Dienst stand. Auf Betreiben des Rabenauer Landarztes erhielt die Wehr 1910 einen modernen Rettungs-und Krankentransportwagen, der die Bildung einer Samariterabteilung neben der Steiger-und Spritzenabteilung erforderlich machte. <a href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-63 size-full\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_4.jpg\" alt=\"\" width=\"297\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_4.jpg 297w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_4-244x300.jpg 244w\" sizes=\"(max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/><\/a> Nach der Aufl\u00f6sung der \u201eS\u00e4chsischen Holz-Industrie-Gesellschaft\u201c im Jahre 1911 wurde die Feuerwehr in die \u201eSt\u00e4dtische Feuerwehr Rabenau\u201c umgewandelt und die bis dahin parallel existierende Pflichtfeuerwehr eingegliedert.<br \/>\nW\u00e4hrend des 1.Weltkrieges schrumpfte die Wehr immer mehr zusammen, so dass die Stadtverwaltung im Jahre 1917 einen Aufruf zur Bildung einer \u201c Jungmannschaft\u201c erlie\u00df. Daraufhin traten sechzehn junge Leute im Alter zwischen 16 u. 18 Jahren ihren Dienst in der Wehr an und hielten ihr auch in den Jahren nach dem Krieg die Treue. Am 20.Mai 1922 wurde in der 1919 gebauten ger\u00e4umigen Autobushalle an der Obernaundorfer Stra\u00dfe das neue Feuerwehrdepot feierlich eingeweiht, welches nach diversen Um- und Ausbauten bis heute das Ger\u00e4tehaus unserer Wehr ist. Eine neue, moderne \u00c4ra f\u00fcr das Rabenauer Feuerl\u00f6schwesen brach 1924 an. Durch die gro\u00dfz\u00fcgige Spende von 2576,-RM durch die Industrie und die Gewerbetreibenden wurde die Anschaffung einer Automobilspritze m\u00f6glich.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-64 size-full\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_5.jpg\" alt=\"\" width=\"547\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_5.jpg 547w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_5-300x148.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 547px) 100vw, 547px\" \/><\/a><br \/>\nAm 27. Dezember traf die langerwartete Spritze der Fa. Magirus, Modell \u201eRemscheid\u201c in Rabenau ein.<br \/>\nEinziger Wermutstropfen: In der Wehr besa\u00df niemand einen F\u00fchrerschein f\u00fcr Automobile. Jedoch wurden am 3.2.1925 die zwei einzigen B\u00fcrger, die in Rabenau einen solchen besa\u00dfen, einm\u00fctig als aktive Mitglieder aufgenommen. Mit diesem L\u00f6schfahrzeug, welches damals der technischen Ausr\u00fcstung der Berufsfeuerwehr der Stadt Dresden entsprach, begann f\u00fcr die Wehr ein v\u00f6llig neuer Zeitabschnitt sowohl in Ausbildung als auch im operativen Dienst. Auch musste die Alarmierung der Wehrleute, fortan nur durch die Dampfsirenen der \u00f6rtlichen Betriebe, v\u00f6llig neu geregelt werden. Einen besonderen Meilenstein in der Geschichte unserer Feuerwehr stellt das Jahr 1925 dar. Vom 29. bis 31. August wurde das 30j\u00e4hrige Bestehen in Verbindung mit dem 41.Verbandstag des \u201eBezirksfeuerwehrverbandes Dresden und Umgebung\u201c mit \u00fcberw\u00e4ltigender Unterst\u00fctzung durch die Einwohnerschaft Rabenaus festlich begangen. An \u00fcber 90 Freiwillige Feuerwehren ergingen Einladungen, denen \u00fcber 1000 Feuerwehrleute in unserer Stadt folgten.<\/p>\n<div id=\"attachment_65\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65\" class=\"wp-image-65 size-full\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_6.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_6.jpg 350w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_6-300x218.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-65\" class=\"wp-caption-text\"><em><span style=\"font-size: 8pt;\">zur 50-Jahr Feier am Rathaus &#8211; Schau\u00fcbung<\/span><\/em><\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_66\" style=\"width: 184px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-66\" class=\"wp-image-66 size-full\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_7.jpg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"234\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-66\" class=\"wp-caption-text\"><em><span style=\"font-size: 8pt;\"> Schalttafel der elektrischen Alarmanlage im Rathaus<\/span><\/em><\/p><\/div>\n<p>In den Jahren 1875-1925 wurde die Wehr zu insgesamt 111 Eins\u00e4tzen gerufen. Ab 1926 erfolgte die Alarmierung durch eine elektrische Alarmanlage. In den Wohnungen der Wehrm\u00e4nner waren elektrische Klingeln angebracht, die vom Rathaus aus geschalten zum Einsatz riefen. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 zieht sich ein Bruch durch das bis dahin demokratische und gesellige Vereinsleben der Wehr. W\u00e4hrend in den bisher vergangenen 60 Jahren des Bestehens alle F\u00fchrungsfunktionen allj\u00e4hrlich zur Generalversammlung durch Wahlen besetzt wurden, galt dies nun nicht mehr. Eine neue Satzung, die auf dem F\u00fchrerprinzip beruhte, schrieb die Besetzung der Funktionen durch Berufung vor. Alle 35 Wehrm\u00e4nner mussten am 1.Juni 1933 eine Erkl\u00e4rung folgenden Inhalts unterschreiben:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eWir verpflichten uns hiermit ausdr\u00fccklich, unseren freiwilligen Feuerwehrdienst in restloser, disziplineller Unterordnung gem\u00e4\u00df den Anordnungen der nationalen Regierung und des Landesfeuerwehrverbandes auszu\u00fcben und versichern hiermit, dass wir uns jeder T\u00e4tigkeit gegen die nationale Regierung enthalten und auch keiner staatsfeindlichen Vereinigung oder Organisation angeh\u00f6ren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Auch der 1931 gew\u00e4hlte Hauptmann musste einem \u201eParteigenossen\u201c Platz machen. In den Jahren des 2.Weltkrieges sank der aktive Mannschaftsbestand soweit, dass im November 1943 insgesamt 28 B\u00fcrger der Stadt zum Feuerwehrdienst verpflichtet werden mussten. Davon waren elf schon \u00fcber 50 Jahre alt und nur zwei unter 40 Jahren. Die Wucht des auf das Verursacherland zur\u00fcckkehrenden, furchtbaren Krieges bekam auch unser Wehr bei ihrem Gro\u00dfeinsatz nach dem Bombenangriff auf Freital-Birkigt am 24. August 1944 zu sp\u00fcren. Den wohl gr\u00f6\u00dften Einsatz in ihre Geschichte musste sie aber in der Nacht des Terrorangriffs englischer Bomber auf unser sch\u00f6nes Dresden am 13. Februar 1945 durchstehen. \u00dcber diesen bis an die Grenzen menschlicher Leistungsf\u00e4higkeit gehenden Einsatz existiert ein Ged\u00e4chtnisprotokoll, welches bis heute ein ersch\u00fctterndes Mahnmal gegen den Krieg und menschliche Verblendung darstellt.<br \/>\nNach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches befahl der sowjetische Stadtkommandant im Juni 1945 die Neuaufstellung der Wehr. Das Durchschnittsalter der Truppe betrug 50,6 Jahre. Der J\u00fcngste war schon 42 Jahre alt. Alle j\u00fcngeren Jahrg\u00e4nge hatte der unselige Krieg verschlungen. Trotzdem war unsere Magirusspritze intakt und alle anderen Ger\u00e4te und Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde relativ unbeschadet und vollz\u00e4hlig vorhanden. Auch eine Tragkraftspritze TS 8 Typ Fischer hatte sich dem Inventar als Kriegsfolge zugesellt. Diese stammte wahrscheinlich vom L\u00f6schfahrzeug einer Zuckerfabrik aus der N\u00e4he von Breslau. Dieses Auto der Marke B\u00fcssing hatten Kriegfl\u00fcchtlinge mit nach Rabenau gebracht und war von Februar bis etwa Mai 1945 im Depot mit untergestellt worden. Die Jahre von 1946-1951 waren gepr\u00e4gt vom t\u00e4glichen Kampf um die minimalsten Voraussetzungen zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft. Kraftstoff, Batterien und Reifen mussten den Beh\u00f6rden abgerungen werden und auch die Betriebssicherheit der elektrischen Alarmanlage lie\u00df zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Oftmals erfolgte die Alarmierung durch pers\u00f6nliches Benachrichtigen jedes Wehrmannes im so genannten \u201eSchneeballsystem\u201c, da die Klingeln nicht funktionierten. Seit 1948 war die Wehr auch im vorbeugenden Brandschutz t\u00e4tig. Regelm\u00e4\u00dfig wurden unter anderem die 15 Betriebe des Ortes auf Einhaltung der Brandschutzbestimmung kontrolliert.1954 und 1957 demonstrierte die Natur ihre Gewalt mit Hochwasser. Im Jahre 1958 wurde die Wehr wiederum durch eine Hochwasserkatastrophe bis an ihre Leistungsgrenze gefordert. Einen neue Art des Einsatzes bestand darin, anl\u00e4sslich der DDR-Meisterschaften im Wildwasserrennen 1959 als Sicherungsmannschaft die Sportler nach eventuellem Kentern der Kanus vom Ufer aus zu retten. Eine Erfahrung, die der Wehr 1960 bei der Deutschen Kanumeisterschaft und 1961 bei der Kanuweltmeisterschaft gut zu Buche stand. 1960 war die elektrische Alarmanlage so verschlissen, dass mit Martinshorn alarmiert werden musste, was eine Verz\u00f6gerung der Ausr\u00fcckzeit bis zu 40 Minuten nach sich zog. Daher werden wir seit dem 25.9.jenen Jahres von der Sirene auf dem Rathausdach zum Einsatz gerufen. Auch die ehedem so moderne Magirus-Automobilspritze ist von der Zeit zum alten Eisen gestempelt worden und so klagt der Wehrleiter in seinem Bericht:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eSeitens aller Gremien wird immer wieder klargemacht: Rabenau ist in Bezug auf Brandgef\u00e4hrdung ein Schwerpunkt. Die Kameraden der FFW sind deshalb erstaunt und befremdet, dass trotz langj\u00e4hrigen Bem\u00fchens noch immer kein Weg gefunden wird, unseren alten Veteranen aus dem Jahre 1924 durch ein neuzeitliches L\u00f6schfahrzeug zu ersetzen. Im Ernstfalle ist jede Minute kostbar. Schon die altert\u00fcmliche Z\u00fcndanlage macht es zum Lotteriespiel, den Motor in Gang zu setzen und dazu ein Motor von 35 PS (jedes Motorrad ist st\u00e4rker).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Was kann dieser bei einem Einsatzgewicht von reichlich 8 Tonnen schon f\u00fcr eine Geschwindigkeit verleihen. Eine Bremsanlage, die nur auf die Hinterr\u00e4der wirkt\u2026und das in unseren Bergen. Es istdaher nicht verwunderlich, dass wir kaum Kraftfahrer finden, die gewillt und f\u00e4hig sind, sich mit einem derartigen Fahrzeug in den Verkehr zu begeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">1961 stellt die Verkehrspolizei unseren Oldtimer endg\u00fcltig au\u00dfer Dienst. Kurze Zeit mussten wir uns mit einem LKW Garant 30K mit Tragkraftspritzenanh\u00e4nger behelfen, bis wir im November ein ausgesondertes L\u00f6schfahrzeug LF 25 Typ LO3500 der Firma Daimler-Benz Baujahr 1936 erhielten.<br \/>\n<a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_8.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"400\" data-large_image_height=\"249\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-67\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_8.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_8.jpg 400w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_8-300x187.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 8pt;\">Kraftfahrspritze LF25 \/ Mercedes Benz<\/span><\/p>\n<p>Das Auto war beinahe schrottreif, und so ging seine erste Fahrt in die Reparaturwerkstatt. Da wir nun ein gut ausger\u00fcstetes, leistungsstarkes Fahrzeug besa\u00dfen, wurden wir in die bereits bestehenden Katastrophenz\u00fcge eingegliedert. Am 8.Oktober 1962 trat unsere alte Magirusspritze ihre letzte Fahrt an \u2013zur Verschrottung nach Dresden. Trotz intensiver Bem\u00fchungen wollte sie kein Museum haben. Das Verkehrsmuseum Dresden lehnte sie einzig wegen der fehlenden originalen Vollgummibereifung ab. Schade!<br \/>\nDer in der bisherigen Geschichte der Wehr wohl tragischste Brand ereignete sich am 12.10.1964 in einer Polsterei. Er bedingte 5 Stunden Einsatzdauer und forderte leider auch ein Menschenleben unter den Arbeiterinnen. Einen H\u00f6hepunkt brachte das Jahr 1967.<br \/>\n<a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_9.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"250\" data-large_image_height=\"174\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-68\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_9.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"174\" \/><\/a> Das alte Mercedes LF 25 wurde normm\u00e4\u00dfig best\u00fcckt und einsatzf\u00e4hig an die FFW Colmnitz \u00fcbergeben und wir bekamen ein LF 16 S4000-1 der der Fahrzeugwerke Werdau Baujahr 59\/60. Damit verf\u00fcgte die Wehr wieder \u00fcber ein zeitgem\u00e4\u00dfes L\u00f6schfahrzeug. Die \u00dcbergabe musste jedoch kurzfristig unterbrochen werden, da ein Wohnungsbrand gel\u00f6scht werden musste. Ein\u00e4tze vor oder zum Zeitpunkt der \u00dcbergabe von Fahrzeugen und Ausr\u00fcstung- in Rabenau eine ungewollte, kuriose Tradition.<br \/>\n1969 brach infolge Brandstiftung ein Gro\u00dffeuer in einer Rabenauer Stuhlfabrik aus. Alle Feuerwehren von Rabenau und Umgebung inklusive der Berufsfeuerwehr Freital waren \u00fcber 10 Stunden im Einsatz. Infolge Wassermangels musste eine 1100m lange Schlauchleitung vom in Unterrabenau flie\u00dfenden Oelsabach bis zum etwa 80m h\u00f6her gelegenen Brandobjekt aufgebaut werden. In der Auswertung dieses Brandes wurde ein Vertrag geschlossen, der die Unterst\u00fctzung der FFW Rabenau durch die wiedergegr\u00fcndete Betriebsfeuerwehr des VEB Polsterm\u00f6belindustrie Oelsa-Rabenau, Nachfolgebetrieb der \u201eS\u00e4chs.-Holz-Industrie-Gesellschaft\u201c, beinhaltete. Das Dienstjahr 1975 war f\u00fcr die Wehr ein besonderes Jahr. Wir begingen vom 6.-21.September gemeinsam mit der Bev\u00f6lkerung unserer Stadt den 100.Jahrestag der FFW Rabenau. Dank dem Einsatz aller Wehrangeh\u00f6rigen der Stadt und der umliegenden Feuerwehren wurde diese Feier zu dem gesellschaftlichen Ereignis unserer Stadt. Durch politische Entscheidung wurden die bisher eigenst\u00e4ndigen Gemeinden Obernaundorf, L\u00fcbau und Spechtritz zur Stadt Rabenau eingemeindet und waren nunmehr Ortsteile. Das gleiche geschah mit den Feuerwehren dieser Gemeinden. Sie wurden Kommandostellen der FFW Rabenau. Auch die Funktechnik hielt bei uns 1975 Einzug. Fahrzeugfunk und zwei Handsprechfunkger\u00e4te erleichterten fortan die Kommunikation, die sich sofort bei den Eins\u00e4tzen, insbesondere den \u00fcberlangen Wegstrecken, bew\u00e4hrte. Als Besonderheit des Jahres 1976 erweist sich der Beschluss des Rates der Stadt betreffs der Gro\u00df\u00fcbung der FFW unter Bedingungen eines Hausbrandes am 3.4.1976 aufgrund folgenden Motivs:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u201eDas ehemalige Bettenhaus des abgebrannten Gasthofes L\u00fcbau muss zur Schaffung von Baufreiheit durch Einsturz beseitigt werden. Der Bauk\u00f6rper ist stark mit nicht wieder verwendungsf\u00e4higem Holz versehen. Aus diesen Gr\u00fcnden wird er abgebrannt. Verantwortlich f\u00fcr Brandlegung: Stellvertreter des B\u00fcrgermeisters.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_10.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"295\" data-large_image_height=\"188\"><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-69 aligncenter\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_10.jpg\" alt=\"\" width=\"295\" height=\"188\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\"><em>Gasthof L\u00fcbau in Flammen<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Im selben Jahr wurde die Wehr auch zu einem ihrer gef\u00e4hrlichsten Eins\u00e4tze gerufen. Am Bahnhof Potschappel in Freital war ein Minol-Tanklastzug mit ca. 22000 Litern Benzin verungl\u00fcckt. Wir mussten u.a. einen Badeofen l\u00f6schen und mehrere Sauerstoffflaschen bergen, obwohl in etwa 50m Entfernung das Benzin aus dem Tank lief. Alarm wurde 2.20 Uhr gegeben, einger\u00fcckt wurde 13.15 Uhr. In den folgenden Jahren wurden der Ausbildungsstand der Wehrangeh\u00f6rigen und auch der Bestand der Technik und Ausr\u00fcstung st\u00e4ndig verbessert und erweitert. Ein tragischer Einsatz musste am 12.7 1985 in Somsdorf gefahren werden. Bei dem Brand einer Scheune infolge Brandstiftung kam ein Kind ums Leben.<br \/>\n<a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_11.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"400\" data-large_image_height=\"247\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-70\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_11.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_11.jpg 400w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_11-300x185.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 8pt;\">LF 16 \/ W 50<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Am 4.4. 1986 wurde uns ein L\u00f6schfahrzeug LF 16 W50 der IFA Automobilwerke Ludwigsfelde \u00fcbergeben. Das bisherige LF 16 S4000 wurde au\u00dfer Dienst gestellt, aber diesmal nicht verschrottet sondern im Ger\u00e4tehaus der inzwischen aufgel\u00f6sten FFW Obernaundorf untergebracht.1989 war in der Geschichte der Wehr ein ganz normales Dienstjahr, obwohl sich im Herbst die politische Wende in der DDR abzeichnete. Im Jahr 1990 geht nach fast 41 Jahren die Geschichte der DDR zu Ende. Zur Jahreshauptversammlung tritt die gesamte Wehrleitung zur\u00fcck, womit die Weichen f\u00fcr eine demokratische Neuwahl der Wehrleitung gestellt sind. Die geforderte Eigenst\u00e4ndigkeit der Ortsteilwehren wird wieder hergestellt. Im Juni \u00fcbernimmt die Wehr das Kleinl\u00f6schfahrzeug der Betriebsfeuerwehr des VEB Polsterm\u00f6belindustrie Oelsa-Rabenau-ein B1000 des VEB Barkas-Werke Karl-Marx-Stadt.<br \/>\n<a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_12.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"398\" data-large_image_height=\"296\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-71\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_12.jpg\" alt=\"\" width=\"398\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_12.jpg 398w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_12-300x223.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 8pt;\"><em>KLF \/ B 1000<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Damit wird die Einsatzf\u00e4higkeit im Rabenauer Grund erstmals ohne fremde Einsatzkr\u00e4fte m\u00f6glich.<br \/>\nDurch den am 3.Oktober 1990 wirksam werdenden Vertrag zur Herstellung der Einheit Deutschlands beginnt f\u00fcr die Wehr eine Situation bei der Dienstdurchf\u00fchrung, die einer Neugr\u00fcndung gleichkommt. Pl\u00f6tzlich werden Rechtsgrundlagen, Dienstanweisungen, Ausr\u00fccke und Ausr\u00fcstungsnormen ung\u00fcltig und durch eine Flut von erst einmal un\u00fcberschaubaren Richtlinien, Empfehlungen und DIN-Normen ersetzt, die teilweise nicht einmal von vorgesetzten Dienststellen richtig verstanden werden, geschweige von den ehrenamtlichen Kameraden unserer Wehr. Besonders erschwerend wirken aber die \u00c4nderungen der Ausr\u00fcstungsrichtlinien, die der Stadt in den kommenden Jahren einen enormen finanziellen Aufwand an Neubeschaffungen aufb\u00fcrdet, da fast alle im Bestand befindlichen Ausr\u00fcstungen f\u00fcr dienstuntauglich erkl\u00e4rt werden. Am 1.M\u00e4rz 1991 tritt f\u00fcr die Feuerwehren der Ortsteile eine neue Satzung in Kraft, die die Wehren des Territoriums Rabenau wieder zu einer Wehr zusammenschlie\u00dft. Gleichzeitig wird die FFW Obernaundorf wieder gegr\u00fcndet. Da es zu dieser Zeit an einem L\u00f6schfahrzeug mangelt, wird unser altes LF 16 S4000 vor\u00fcbergehend wieder in Dienst gestellt. Eine gro\u00dfe Erleichterung bei der Brandbek\u00e4mpfung in unserem seit jeher von L\u00f6schwassermangel geplagten Bergst\u00e4dtchen brachte uns das Jahr 1994. Aus dem Bestand der FFW Kreischa konnten wir ein Tankl\u00f6schfahrzeug TLF 16 W50 \u00fcbernehmen<br \/>\n<a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_13.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"400\" data-large_image_height=\"216\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-72\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_13.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_13.jpg 400w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_13-300x162.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><span style=\"font-size: 8pt;\"><em>TLF 16 \/ W 50<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nach einigen Instandsetzungsarbeiten machte sich das Fahrzeug bereits wenige Tage nach der \u00dcbergabe gleich zweimal bezahlt. Als erstes bei einem PKW-Brand vor dem Stadion der M\u00f6belwerker und anschlie\u00dfend bei einem Brand im Poisenwald. Nach der Eingemeindung unseres Nachbarortes Oelsa und seines Ortsteiles Karsdorf im Jahre 1995 wurden alle Feuerwehren der nunmehr 6 zusammengeh\u00f6renden Orte wieder eigenst\u00e4ndig. Die im gleichen Jahr stattfindende Feier zum 120-j\u00e4hrigen Bestehen unserer Wehr war wiederum ein H\u00f6hepunkt im kulturellen Leben unserer Stadt. Einen \u00e4u\u00dfert gef\u00e4hrlichen Einsatz hatten wir 1997 zu fahren. Bei dem Einsturz einer Baugrube brach eine Hauptleitung der Gasversorgung, ein altes Gussrohr von fast musealem Wert. Ein einziger Funke h\u00e4tte mitten in der Stadt eine Katastrophe ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Durch den mutigen Einsatz der Rabenauer und Obernaundorfer Kameraden und einem alten Putzlappen konnte die Gefahr jedoch gebannt werden. Seit demselben Jahr wird die Tageseinsatzgruppe \u00fcber Funkmeldeempf\u00e4nger alarmiert. Ein sehr freudiges Jahr in der Geschichte unserer Wehr war 2000. Zum einen erhielten wir am 10.3. 2000 nach jahrelangem, z\u00e4hen Kampf ein nagelneues LF 16\/12 MAN das bei der Firma Schlingmann nach unseren Vorgaben gebaut und ausger\u00fcstet wurde.<br \/>\n<a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_14.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"398\" data-large_image_height=\"241\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-73\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_14.jpg\" alt=\"\" width=\"398\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_14.jpg 398w, https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_14-300x182.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><\/a><em><span style=\"font-size: 8pt;\">LF 16\/12 \/ MAN<\/span><\/em><\/p>\n<p>Dieses neue Fahrzeug versetzt uns nun in die Lage, die Aufgaben des Feuerschutzes in unserem Territorium zeitgem\u00e4\u00df zu erf\u00fcllen und den st\u00e4ndig steigenden Anforderungen Gen\u00fcge zu tragen. Zum anderen fand 2000 die 125. Jubelfeier zur Gr\u00fcndung der FFW Rabenau statt. Dieses gro\u00dfe Ereignis bot gleichzeitig auch den w\u00fcrdigen Rahmen f\u00fcr den 1. Kreisfeuerwehrtag des Wei\u00dferitzkreises. Die Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Organisation und Durchf\u00fchrung setzten wir sehr hoch, so dass sich bisher leider noch niemand fand, einen 2. Kreisfeuerwehrtag zu organisieren. Insgesamt war die Wehr f\u00fcnf Tage fast rund um die Uhr im Einsatz. Doch gibt es auch positives zu berichten. Nach nunmehr 80 Jahren besitzt das Feuerwehrdepot eigene Toiletten. Die Alarmierung erfolgt nun \u00fcber digitale Funkmeldeempf\u00e4nger. Wie so viele andere Feuerwehren, traf uns die Hochwasserkatastrophe, die am 12. August 2002 ihren verh\u00e4ngnisvollen Lauf nahm, hart. Die Hochflut der Wei\u00dferitz zerst\u00f6rte unseren wild-romantischen Rabenauer Grund und die durchf\u00fchrende Strecke der Wei\u00dferitztalbahn v\u00f6llig.<br \/>\n<a class=\"dt-pswp-item\" href=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_16.jpg\" data-dt-img-description=\"\" data-large_image_width=\"249\" data-large_image_height=\"161\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-75 alignleft\" src=\"https:\/\/feuerwehr-rabenau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/geschichte_16.jpg\" alt=\"\" width=\"249\" height=\"161\" \/><\/a> In der Unterstadt richtete die \u00fcber die Ufer getretene Oelsabach erhebliche Sch\u00e4den an. In der stets von Wassermangel gezeichneten Oberstadt liefen selbst Keller voll, die vorher nicht einmal feuchte Mauern kannten. Nachdem nach drei Tagen die gr\u00f6bsten Sch\u00e4den im Stadtgebiete beseitigt waren, r\u00fcckten wir nach Freital aus, um die Keller des dortigen schwer betroffenen Krankenhauses auszupumpen. Selbst die TS 8 unseres S 4000-Oldimers musste noch mal mit ran. In der Jahreshauptversammlung am 31.1.2003 wurden wieder einmal alle Wehren der Gemeinde Rabenau zu einer Wehr zusammengeschlossen. Wir d\u00fcrfen gespannt sein, f\u00fcr wie lange.<br \/>\nMit der Erstellung dieser Internetseite im Jahre 2005 endet vorerst der Blick zur\u00fcck in unsere Historie. Jedoch geben wir hiermit der Hoffnung Ausdruck, dass auch kommende Generationen gen\u00fcgend Stoff finden werden, um unsere Chronik an dieser Stelle weiter zu schreiben.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Quellen:<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">&#8211; 120 Jahre FFW Rabenau<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">&#8211; Feuerwehren im Wei\u00dferitzkreis<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">&#8211; Naturpark Rabenauer Grund<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">&#8211; Archiv der FFW Rabenau<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Foto: Archiv \/ Privat<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Eine Ausf\u00fchrliche Darstellung unserer Geschichte findet der verehrte User in der Brosch\u00fcre<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Freiwillige Feuerwehr Rabenau &#8211; Festschrift zur 120. Jahrfeier 1995<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Beitr\u00e4gen der Kameraden Heinz B\u00fcrger und Wolfgang Michalk zusammengefasst von Kamerad Rayko Weiske Rabenau ist eine alte Stadt. 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